Im Februar fand eine Spendenaktion für unser Ambulanzfahrzeug in Satrasaya statt. Caro, ehrenamtlich für help to help tätig, hatten nach Rücksprache mit dem help to help Gründer Karl Spendenaktion für das Ambulanzfahrzeug in Satrasaya gestartet, da dort gerade besonders dringend finanzielle Mitte benötigt wurden.

Der Krankenwagen muss zum einen tagtäglich einsatzbereit sein – das bedeutet, er hat genügend Treibstoff, ist instandgesetzt, gewartet und hat ein Fahrerteam, das sich im Schichtbetrieb abwechselt. Denn ohne den raschen Transport käme ärztliche Hilfe nicht selten zu spät. Das heißt aber auch, dass das Fahrzeug möglichst gut ausgestattet ist für den Einsatz als Ambulanzfahrzeug und so Leben retten kann.

Die Hilfsaktion kommt ins Rollen – von Thailand bis in die Oberpfalz fließen Hilfsgelder Richtung Himalaya

Caro teilte den Aufruf Anfang Februar über ihr Netzwerk in den sozialen Medien und über persönliche Aufrufe an Freunde und Verwandte. Zunächst lief alles eher schleppend an – wie das bei Fundraising-Aktionen oftmals ist. Also hieß es, und dranbleiben und immer wieder aufrufen und auf die Notwendigkeit der Spendengelder hinweisen. So erfuhr Mitte Februar Mark, ein befreundeter Blogger und Storytelling-Coach, der gerade in Thailand unterwegs war, von der Aktion. Erst wollte auch er den Aufruf ignorieren, wie er später sagte, doch dann entschied er sich dafür, einen Unterschied zu machen und rief kurzerhand seine gesamte Online-Community dazu auf, das Hilfsprojekt in Satrasaya mit dem Krankenwagen in einer ansprechenden, emotionalen Geschichte zu verpacken und damit im eigenen Netzwerk für weitere Spenden zu werben. Der Schneeball kam also von Thailand bis in den Himalaya ins Rollen. Mark berichtete in seinem Podcast und auf Facebook über die Spendensammelaktion. Was die Menschen zum Spenden bewegte, war neben der Notwendigkeit auch, dass sie die Aktion mit einem Gesicht verbinden konnten und sie genau wussten: Jeder Euro kommt dort an, wo er gebraucht wird und wird nicht, wie oft bei großen NGOs, zu einem nicht unerheblichen Anteil vom Verwaltungsapparat geschluckt.

Auch in Bayern, in der nördlichen Oberpfalz, wurde der Hilferuf gehört. Im Wirtshaus von Caros Onkel wurden mit Hilfe ihrer Großmutter beim lokalen Stammtisch Spenden gesammelt. Dazu hatte die 85jährige einen „Nepal-Aufkleber“ auf ein Sparschwein geklebt. Mit 165€ war dieses am Ende prall gefüttert.

Das Gesamt-Ergebnis der Spendenaktion: 863 € kamen zusammen. Das ist eine schöne Summe, vor allem wenn man bedenkt, dass sie sich zum Großteil aus Klein- und Kleinstbeträge zusammensetzt.

Dieser Betrag wurde sodann von help to help international zur in Nepal tätigen Organisation help to help Nepal transferiert und es wird damit folgendes finanziert:

  • Vakuummatratze: Sie wurde dringend benötigt. So können nun Patienten mit Frakturen gut gepolstert auf den ruckeligen Straßen Nepals bis ins nächste Krankenhaus transportiert werden können. (ca. 150€)
  • Zweite Sauerstoffflasche für die Krankenstation bzw. je nachdem für den Krankenwagen, so dass zu jeder Zeit eine volle Sauerstoffflasche vorhanden ist, auch wenn die andere z.B. gerade beim Auffüllen ist. Dies kann einen Unterschied zwischen Leben und Tod machen. (ca. 75-100 €)
  • Erste-Hilfe-Bereitschafts-Tasche mit einem Beatmungsbeutel, die im Krankenwagen lagert. Die Tasche kann z.B. aber auch von Krankenschwester Biraja genutzt werden, wenn an Schulen Gesundheits-Check-ups gemacht werden.
  • Kleinerer Umbau am Fahrzeug ist kurzfristig nötig: Das Reserverad muss auf das Dach umgebaut werden.
  • Und der Rest, der nicht für die vorhergenannte Ausstattung verwendet wird, der wird weiter angespart für die Anschaffung eines Defibrilators oder eines Pulsoximeters.

Das Team vor Ort in Satrasaya und in der Zentrale in München dankt allen Unterstützern herzlich für die großzügigen Spenden!